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Montagssänger

Ob Sommer oder Winter, jeden Montag ab 13.00 Uhr kann man sie hören. Ihr Gesang klingt aus der Milseburghütte nach draußen und verkündet gleichzeitig allen Ankommenden, hier ist Frohsinn angesagt. Seit über 30 Jahren das gleiche Ritual. Gründungsmitglied Martin Haas (95) lässt die Liederhefte verteilen, begrüßt alle Anwesenden und lässt die Musiker hochleben. Bei seiner Abwesenheit hat Günter Meinung dieses Amt übernommen und löst es auf seine ihm eigene humoristische Art. Doch etwas hat sich seit Juli 2017 verändert. Der allseits beliebte und seit vielen Jahren ( über 800 mal hat er zum Montagssingen musiziert ) aufspielende Akkordeonspieler Reinhold Buhl ist mit 89 Jahren verstorben und hat eine große Lücke in die Sängergemeinschaft gerissen.  
Nach längerem Suchen wurden doch wieder Akkordeonspieler gefunden, die im wöchentlichen Wechsel in der Hütte aufspielen. So spielen jetzt Petra Lotz aus  Schenklengsfeld und Reinhold  Benkert aus Heustreu auf dem Akkordeon und Margarete Rexroth aus Oberschenklengsfeld und Helga Helgert-Hock aus Marbach auf der Gitarre im Wechsel auf. Eine Auswahl von Rhönliedern und Volksliedern aus ganz Deutschland steht den Sängern und Sängerinnen im Haas`chen Liederheft zur Verfügung. Die Berghütte ist fast immer bis auf den letzten Platz belegt und man sollte rechtzeitig erscheinen. Das Wirtsehepaar Patrizia und Wolfgang Kümpel geben sich alle Mühe, um die zahlreichen Gäste mit Essen und Trinken bestens zu versorgen. Alle Speisen und warmen Getränke werden noch am Holzofen zubereitet, da kein Strom zur Verfügung steht. Die Hüttensuppe, sowie der hausgemachte Kuchen sind immer zu empfehlen.
Das Montagssingen ist zu einer jahrzehntelangen Tradition geworden. So ist es nicht verwunderlich, dass man Menschen aus ganz Deutschland dort treffen kann. Sie alle eint die Lust und Freude am Wandern und Gesang .Bei der letzten Strophe des Schlussliedes:"Kein schöner Land..", "Nun Brüder eine gute Nacht, der Herr im hohen Himmel wacht, in seiner Güten uns zu behüten, ist er bedacht" fasst jeder die Hand seines Nachbarn und gibt ihm diesen Wunsch mit auf den weiteren Weg.
Diese berührende Aktion weckt in vielen den Wunsch, am nächsten Montag wieder dabei zu sein. Die Besucherzahlen geben einem Recht. Auf diese Art und Weise lassen sich viele Menschen von dem Zauber, der diesem Berg und der Hütte innewohnt, gefangen nehmen und sie können so dem Alltagstrott entfliehen. G.M.
Milseburg, basalt `ner Gipfel, in der wunderbaren Rhön. Von überall da kommen Menschen, um auf diesem Berg zu steh `n. Singen hier die schönsten Lieder, von der Heimat, von der Rhön. Sagen stets, wir kommen wieder, es ist so herrlich und so schön.
Scheint die Sonne, fallen Tropfen, fällt der Schnee vom Himmel weiß, oben trinkt man Wein und Hopfen und singt dem Herren Lob und Preis. Frohe Menschen hat man gerne, hier kannst du sie vielfach seh `n, Gesichter leuchten wie die Sterne, wenn sie dann nach Hause geh `n.

Ein Zauber wohnt in dir da drinnen, basalt `ner Berg, schön anzuseh `n. Und steigt der Wandrer auf die Zinnen, so kann sein Aug ` sich satt kaum seh `n. Sanfte Hügel. tiefe Täler, soweit man blickt, die Matten grün. Glücksmomente sind die Zähler! Sie, sie machen das Leben schön!      Günter Meinung
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